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Nachrichten Steht das Neubaugebiet "Fette Henn" in Hüls vor dem Aus?
14.04.2017 von Beverly-Hüls

Das von Bezirksvorsteher Butzen und seiner politischen Mehrheit in der Hülser Bezirksvertretung
gegen den Willen der meisten Grundstückseigentümer und Anwohner in Hüls Nordost geplante und
forcierte „ökologisch orientierte“ Bauvorhaben im Sinne einer „behutsamen Innenentwicklung“ im
Bereich ‚Fette Henn‘, ‚Kretenbäskesweg‘, ‚Hinter der Papenburg‘ sowie ‚Klever Straße‘ (B-Plan 550)
steht offenbar vor dem Aus. Der Grund dafür ist ein alter jüdischer Friedhof, der sich auf dem Areal
befindet. Wie der parteiunabhängige Hülser Bezirksverordnete Wolfgang Eitze unserer Redaktion
belegt, erfolgte der notariell beglaubigte Verkauf durch den Landesverband der Jüdischen Gemeinden
von Nordrhein seinerzeit mit der vertraglichen Auflage, der neue Eigentümer „benutzt den gesamten
alten Friedhof als Baumplantage und verpflichtet sich, auch diesen Teil nach Erwerb nicht als
Bauland zu verwenden“.
Weiterhin hatte der Landesrabbiner Dr. Lipschütz nach Prüfung erklärt, „dass dieser Teil ohne
Exhumierung abgegeben werden kann“. Somit muss davon ausgegangen werden, dass auf beiden
Parzellen des alten Friedhofes keine Exhumierungen stattgefunden haben. Es liegt daher die
Vermutung nahe, dass sich im Boden noch Grabstätten mit den Gebeinen verstorbener Juden
befinden. Hier greift jetzt das Gesetz des Judentums: „Ein jüdischer Friedhof ist ein Friedhof mit
Besonderheiten, die sich aus den Gesetzen des Judentums ergeben. So ist die Erdbestattung üblich,
die dauerhafte Totenruhe gilt als verbindlich und steht einer begrenzten Ruhefrist entgegen.“.
Dadurch steigen erheblich die Chancen auf Erhaltung eines jahrzehntelang gewachsenen biotopischen
Kleinodes und die grüne Lunge von Hüls wird vor einer „ökologischen“ Zubetonierung bewahrt.
Auch das WDR-Fernsehen berichtete am 12.04.2017 in der Lokalzeit aus Düsseldorf darüber (noch
nachzuschauen bis zum 19.04.2017 unter http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeitduesseldorf/
video-lokalzeit-aus-duesseldorf-1154.html)


 
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